Ergebnis der Stunde der Wintervögel 2026
Die quirligen Schwanzmeisen sind an unserer Futterstelle häufig zu Gast. Meist machen sie mit ihrem unverkennbaren Gezwitscher auf ihren Besuch aufmerksam.
Die „Stunde der Wintervögel“, Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion, hat auch 2026 wieder viele Menschen zum Beobachten eingeladen – mit Ergebnissen, die zum Nachdenken anregen. Bundesweit beteiligten sich mehr als 145.000 Vogelfreundinnen und Vogelfreunde an der Zählaktion und meldeten über 3,27 Millionen Vögel aus Gärten und Parks. Damit lag die Beteiligung rund 20 Prozent über dem Vorjahr. Schnee und Frost sorgten vielerorts dafür, dass sich Menschen intensiver mit der Vogelwelt vor der eigenen Haustür beschäftigten. Trotz dieser hohen Beteiligung zeigt sich ein deutlicher Negativtrend: Mit durchschnittlich nur noch 32 gesichteten Vögeln pro Garten wurde ein neuer Tiefstand erreicht. Zum Vergleich: Bei der ersten Zählung im Jahr 2011 lag dieser Wert noch bei knapp 46 Vögeln. Der seit Jahren beobachtete Rückgang betrifft inzwischen auch häufige Arten wie Amseln, Meisen, Finken und Spatzen. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Spatzen. Sowohl Haus- als auch Feldsperlinge wurden bundesweit deutlich seltener gemeldet als im Vorjahr. Als mögliche Ursachen gelten vor allem fehlende Brutplätze und ein zunehmend eingeschränktes Nahrungsangebot.
Auch bei uns vor Ort bestätigen sich diese Entwicklungen: Im Vergleich zu den vergangenen Jahren konnten wir deutlich weniger Vögel an der Futterstelle beobachten. Insgesamt blieb das Geschehen im Winter über spürbar ruhiger. Auffällig war jedoch, dass mit wieder milderen Temperaturen deutlich mehr Leben zurückkehrte – sobald Frost und Kälte nachließen, nahm auch die Aktivität der Vögel merklich zu. Ein besonders schöner Augenblick sind dabei immer wieder die Schwanzmeisen. Die kleinen, sehr quirligen Vögel mit ihrem unverkennbaren Gezwitscher sind einfach hübsch anzusehen, wenn sie gemeinsam an der Futterstelle auftauchen. Bei uns sind sie bereits seit Jahren immer wieder als kleiner Schwarm zu Gast – meist nur kurz, aber dafür umso lebhafter.
Bundesweit bleibt der Haussperling trotz der Rückgänge weiterhin der am häufigsten gezählte Wintervogel, gefolgt von Kohlmeise, Blaumeise, Amsel und Feldsperling.
Eine genaue Bewertung der Daten durch Vogelschutzexperten des NABU und die Ergebnisse der "Stunde der Wintervögel" können Sie gerne auf der Seite des NABU nachlesen (Ergebnisse)
(Quelle NABU)


